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Zweifel ArtikelBuch-Tipp: Ach, hätt' ich doch! Wie man Zweifel in Chancen verwandelt Neue Ideen, spritzig und intelligent präsentiert Was für ein Super-Buch. Spritzig und frisch werden hier neueste Forschungsergebnisse zum kontrafaktischen Denken präsentiert. Und dabei dachte ich erst: Ein Buch über Zweifeln - das kann doch nur furchtbar, depremierend, langweilig und trocken sein. Aber der Autor hat mich überrascht: Nicht nur... Zweifel (gt. tweifls u. althochdeutsch zwival) stammt von der Kompositionsform twi von Zwei und dem Suffix falt, dass etymologisch mit dem heutigen Wort Falte gleichzusetzen ist. Nimmt man das so entstandene Wort wörtlich, so bedeutet es zwei-fältig, was heute keinen erkennbaren Sinn ergeben würde. In dem übertragenen Sinne kann man jedoch aus einem zweimal gefaltenen Etwas mit etwas Fantasie auf die Bedeutung gespalten gelangen.
Wenn man etwa in seiner Meinung gespalten ist, dann ist man unsicher, man weiß etwas nicht exakt oder man glaubt etwas nicht - man zweifelt eben!
In der voraufklärerischen Werteordnung galten Zweifel als ein Übel, dem schnell abzuhelfen sei und das, als Dauerzustand, einen Menschen zerstöre. Seit der Aufklärung wurde der Zweifel mehr und mehr aufgewertet und gilt seither als Voraussetzung allen Erkenntnisfortschritts . Erkenntnistheoretiker weisen allerdings darauf hin, dass die Bedingung der Möglichkeit von Zweifel der Glaube an (eine) Wahrheit ist.
Die definitive Negation einer Glaubensüberzeugung (z.B. Atheismus) fällt nicht unter den Begriff Zweifel.
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